Prüfung eines Textes auf Urheberschaft (Stilometrie)

Sie sind Hochschullehrer oder Lehrer und hegen den Verdacht, dass Ihr Student oder Schüler den eingereichten Text nicht selbst geschrieben hat? Es liegt ein Ghostwriter-Verdacht in der Luft?

Sie sind Lektor, erhalten ein Manuskript und möchten nun wissen, ob der Autor den Text selbst geschrieben hat? Oder Sie erhalten anonyme Schreiben und möchten herausbekommen oder zumindest eingrenzen können, wer als Autor in Frage kommt?

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Neues Gebiet des „Text-Profilings“

Auch in diesen Fällen kann ich Ihnen helfen. Die Arbeitsgebiete des so genannten Text-Profilings und der Stilometrie sind jüngere spannende Felder der Computerlinguistik und des Text Minings.

Der Einsatz des Text-mit-Text-Vergleichsprogramms WCopyfind und meiner eigenen Software PlagDeep© fördert hier manchmal bereits erstaunliche Übereinstimmungen und Hinweise (Wortgruppen-Konkordanzen) zu Tage. Zusätzlich gibt es spezielle Softwarelösungen für Konkordanzanalysen.

Aus einem stilometrischen Gutachten

Aus einem stilometrischen Gutachten. Quelle: Eigenes Archiv, 2013.

Akribische Textanalyse kann Autor verraten

Immer geht es um drei Dimensionen der Textanalyse:

  1. Syntaktische Analyse: Spezifika etwa der Interpunktion, der Leerzeichen, der Grammatik usw., vor allem identische Fehler.
  2. Semantische Analyse: Spezifische Wortkombinationen, rhetorische Muster, Themenassoziationen, auch Kommunikationsbotschaften.
  3. Pragmatische Analyse: Der Schluss von der „Zeichenmenge“, also den Sätzen auf den „Benutzer“, also den Schreiber, etwa durch die Verwendung von Spezialbegriffen bzw. Fachtermini, die nur wenige kennen.

Die Analyse identischer Fehler im Fließtext oder bei zitierten Literaturangaben im Literaturverzeichnis sowie die Analyse identischer Fehler und insbesondere von gleichen Auslassungen ([…]) innerhalb von direkten Zitaten spielen auch eine wichtige Rolle bei der Plagiatsprüfung. Dies insbesondere, wenn es um den Verdacht geht, dass in Abschlussarbeiten untereinander abgeschrieben wurde.

Die Fortschritte im Bereich der „authorship verification“ sind erstaunlich. Entscheidend ist aber immer die Verfügbarkeit von Vergleichsmaterial vom mutmaßlich zutreffenden oder mutmaßlich auszuschließenden Autor.

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