Plagiat-Check einer fremden schriftlichen Arbeit

Sie möchten eine fremde schriftliche Arbeit, meist eine Doktorarbeit, einer professionellen Plagiatsprüfung unterziehen? Ich prüfe für Sie Diplomarbeiten, Doktorarbeiten, Habilitationsschriften, Forschungsprojektanträge, publizierte wissenschaftliche Papers, Sachbücher sowie wissenschaftliche Monographien auf Plagiat.

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Weiter unterziehe ich Sachverständigen- und Gerichtsgutachten einem Plagiat-Check. Die Grundregeln des Zitierens und der Respekt vor dem geistigen Eigentum anderer sollten gerade bei Ausarbeitungen eingehalten werden, die rechtliche Konsequenzen für Betroffene nach sich ziehen können.

Ich habe seit 2002 mehr als 500 Texte auf Plagiat überprüft, darunter mehr als 300 akademische Arbeiten, davon vorwiegend Doktorarbeiten. In elf Fällen wurden nach meinen Plagiatsgutachten akademische Grade rechtmäßig widerrufen.

Plagiat ist mehr als Text-Identität

Manche Mitbewerber aus dem Dunstkreis der „neuen Plagiatsjäger“ lassen die Öffentlichkeit mehr oder weniger bewusst im Irrglauben, ein Plagiat sei mit einer bloßen Textübereinstimmung gleichzusetzen. Dem ist nicht so. Verschiedene Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit per definitionem ein echtes Textplagiat und nicht bloß schlechte „Abschreibwissenschaft“ vorliegt:

Die wichtigste ist nicht das Fehlen der Anführungszeichen, sondern das Fehlen der Quellenangabe. Weiter muss die Absicht einer Täuschung über die Autorschaft idealer Weise bereits an Hand des einzelnen Plagiatsfragments, vielleicht aber auch mittels der Häufung solcher Fragmente (etwa mittels eines werkprägenden Strickmusters) nachweisbar sein. Immer gilt: Schlechte Wissenschaft ist noch kein Plagiat!

Den Unterschied zeigt das folgende Beispiel eines klaren Plagiats:

Deutlicher Nachweis eines Fremdsprachenplagiats

Deutlicher Nachweis eines Fremdsprachenplagiats. Aus einem meiner Plagiatsgutachten, S. 4. Eigenes Archiv, 2013.

Plagiat und Titelverlust

Eine „plagiatspositive“ Arbeit bedeutet noch nicht studienrechtliche Konsequenzen. Die Aberkennung eines akademischen Grades ist eine Ermessensentscheidung der jeweiligen Fakultät. Sie – und nur sie – gewichtet. Klar ist: Je mehr Plagiatsfragmente gefunden werden, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit des Verlusts des Doktorgrades.

Im Gegensatz zu den „Plagiatsjägern“ im Internet, die keine „Aberkennungsbilanz“ aufweisen können, veröffentliche ich hier gerne meine Statistik:

Aberkennungen akademischer Grade nach meinen Gutachten

  1. Doktorgrad von der TU Darmstadt, Bestätigung durch das zuständige Verwaltungsgericht, rechtskräftig
  2. Doktorgrad von der Universität Tübingen, Rücknahme des Widerrufs, rechtskräftig
  3. Doktorgrad von der Universität Wien, rechtskräftig
  4. Doktorgrad von der Universität Wien, rechtskräftig
  5. Magistergrad von der Universität Wien, rechtskräftig
  6. Magistergrad von der Universität Wien, rechtskräftig
  7. Magistergrad von der Universität Salzburg, rechtskräftig
  8. Bachelorgrad von der Universität Salzburg, rechtskräftig
  9. Magistergrad von der Universität Klagenfurt, rechtskräftig
  10. Doktorgrad von der Universität Klagenfurt, rechtskräftig
  11. Doktorgrad von der Universität Klagenfurt, Bestätigung durch den Verwaltungsgerichtshof, rechtskräftig

Ein Fall von freiwilligem Titelverzicht nach Veröffentlichung; mehrere Verfahren kurz vor dem Abschluss, davon in zwei Fällen Aberkennung des Grades sehr wahrscheinlich. In zwei weiteren Fällen erheblichen Plagiierens keine adäquaten Reaktionen der Universitäten LMU und Charité – Öffentlichkeitsarbeit geplant (Stand: Juli 2016).

Plagiat und Täuschungsabsicht

Die Aberkennung eines akademischen Grades ist die Rücknahme eines Verwaltungsakts, die ihrerseits vom Plagiator eingeklagt werden kann. Zwei verwaltungsgerichtliche Urteile nach Aberkennungen akademischer Grade in Österreich und in Deutschland bestätigen meine Plagiatsgutachten bzw. Plagiatsprüfungen vollinhaltlich.

Es geht in all diesen Fällen um ein komplexes Zusammenspiel von jeweils gültiger Promotionsordnung, eventuellem Hochschul-Länderrecht, universitätsweit verbindlichen Regeln guter wissenschaftlicher Praxis und dem objektiven Nachweis von Plagiatsfragmenten in erheblichem Umfang. Die einschlägige verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung zielt auf die „Wesentlichkeit“ der „Erschleichungsabsicht“ (Österreich) bzw. die „Erheblichkeit“ der „Täuschungsabsicht“ (Deutschland) ab. Bei allen Verdachtsfällen müssen fachspezifische Zitierkulturen (etwa Jus, Medizin) beachtet werden.

Die negativen Folgen einer positiven Plagiatsprüfung

Über viele meiner Plagiatsenthüllungen und deren Folgen für die enttarnten Plagiatoren – wie Rücktritte, Entlassungen oder rechtskräftige Geldstrafen – wurde in den Medien immer wieder berichtet, siehe etwa hier, hier und hier.

Mit einem falschen oder unbegründeten Verdacht gehe ich nicht an die Öffentlichkeit. Ich bemühe mich vielmehr, nach einem Erstfund, der oft überraschend ist, ein möglichst komplettes Bild zu zeichnen.

Meine Methode: Der Vierschritt-Plagiat-Check©

Wie gehe ich vor, wenn eine Arbeit von mir digitalisiert und lesbar gemacht wurde?

  1. Plagiatssoftware-Tests: Ich arbeite meist mit dem „Originality Check“ von Turnitin (präziseste Software, beste Darstellung der Funde, eigene Webcrawler und riesiges Archiv bereits plagiatsgeprüfter Files).
  2. Google-Websuche und Google-Buchsuche: Stichprobenbasiertes manuelles Googeln, auf Wunsch komplettes „Durchgoogeln“ einer Arbeit.
  3. Inhaltliche Originalitätsprüfung: Häufig zitierte Literaturtitel, nicht-zitierte Literaturtitel zum Thema.
  4. Durch die Recherche-Schritte 1-3 entsteht eine Liste verdächtiger Referenztexte. Diese werden mit Text-mit-Text-Vergleichssoftware jeweils automatisiert mit der in Frage stehenden Arbeit überprüft.

Bloße Softwareprotokolle werden nicht in Gutachten übernommen. Jedes Softwareprotokoll wird von mir vorher manuell ausgewertet. Eine etwaige Tabelle Original vs. Plagiat stammt also vom Menschen und nicht von der Maschine, die Maschine war lediglich ein (mitunter ungemein) hilfreiches Werkzeug.

Es gibt noch weitere Verfahren, die auf meiner langjährigen Erfahrung basieren. Ich möchte hier nicht alle Tricks an die Mitbewerber verraten.

Die Kosten für einen Plagiat-Check

Pauschale Preisvereinbarung für zwei Standard-Prüfvarianten. Sie können sich gerne persönlich an mich wenden und ich erstelle Ihnen einen unverbindlichen Kostenvoranschlag für eine Plagiatsprüfung. Häufig wird auch der Weg über eine Anwaltskanzlei gewählt.

Eine schriftliche Auftragsvereinbarung schafft Sicherheit für beide Seiten. In dieser werden Arbeitsumfang, Zeitplan und maximaler Kostenrahmen genau festgelegt.

Gerne übernehme ich auch die Einreichung eines fertigen Plagiatsgutachtens an einer Hochschule und kümmere mich um ein satzungsgemäßes Verfahren. Sollte dieses nicht erfolgen, biete ich auf Wunsch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu einem Plagiatsfall an. Als Auftraggeber bleiben Sie dabei selbstverständlich immer anonym.

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