Ein Trauerspiel: Kultusminister Althusmann unter Plagiatsverdacht

Es geht heute munter weiter. Diesmal war’s nicht VroniPlag, sondern hat’s ein Redakteur der „Zeit“ exklusiv berichtet.
Habe ich es nicht gesagt? In jeder Kommission, die für Qualitätsstandards im Bildungswesen zuständig ist, sitzt mindestens ein Plagiator (und wenn nicht Textdieb, dann andersartiger Titelbetrüger). Wir brauchen nun – neben dem Purzeln zahlreicher Doktorgrade – wirklich so etwas wie eine Revolution in der Wissenschaft. So geht es nicht mehr weiter.
Nachtrag: Ich habe mittlerweile die Vorwürfe genau studiert und bin mehr als empört. Wir hatten in Österreich einen plagiierenden Wissenschaftsminister, dessen Doktorarbeit „mit Wissenschaft nur als abschreckendes Beispiel“ zu tun hat (so ein Philosoph), und nun haben wir in Deutschland einen plagiierenden Präsidenten der Kultusministerkonferenz. Der Fisch stinkt vom Kopf her, hier wie dort – Wahnsinn! Wir können nun entweder den Wissenschaftsladen zusperren und uns um andere Dinge kümmern, oder aber das System von Grund auf verändern. Diese Revolution wird aber nicht von DFG, Hochschulrektorenkonferenz oder der Politik kommen (dass ich nicht lache!). Sie muss von unten kommen, von der Basis des intelligenten und wissenschaftlich korrekt arbeitenden wissenschaftlichen Nachwuchses. Und sie wird hoffentlich über das Web organisiert sein.

2 Gedanken zu „Ein Trauerspiel: Kultusminister Althusmann unter Plagiatsverdacht

  1. Pingback: Plagiator Nummer 9: Bernd Althusmann, CDU, Präsident der Kultusministerkonferenz | Erbloggtes

  2. Petra Meyers

    Ich habe eine Frage auch an Sie: Stimmt es, dass demnächst der EGMR entscheiden wird, dass
    eine Entziehung des Doktorgrades nach derzeitiger Rechtslage nicht zulässig ist? Was würde dies dann für die Herren Gutenberg, Alhusmann oder für Frau Koch-Mehrin bedeuten?

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