Eigene Software „PlagDeep“ testen

PlagDeep plagt den Dieb. Ein etwas triviales Wortspiel, aber Fakt ist, dass mein eigener Software-Prototyp seit einem Jahr zunehmend bessere Arbeit leistet. Mittlerweile setze ich PlagDeep auch für Abklärungen von Text-Urheberschaften, für die so genannte Stilometrie, ein.

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Softwarebasierte Text-Tiefenanalyse

Mein Prototyp darf gegenwärtig das Haus nicht verlassen. In Ihrem Auftrag kann ich allerdings die Software für Ihren Wunsch nach einem Plagiat-Check einsetzen und Ihnen mitunter verblüffende Ergebnisse liefern.

Screenshot PlagDeep©

Eigener Screenshot: Arbeitsweise von PlagDeep (Prototyp, 2016). Die Übereinstimmungen werden trotz Umschreibarbeit klar erkannt. Unten eine Liste mit der Möglichkeit, die Treffer nach unterschiedlichen Parametern zu hierarchisieren. Beim Klick auf „Report“ im Menübereich wird ein bereits fertiger HTML-Report der vom Benutzer ausgewählten Fragmente (Original – Plagiat) erstellt.

Leider geistert immer wieder durch die Medien, dass Plagiatssoftware relativ wertlos sei. Das stimmt so nicht. Plagiatssoftware-Tests sind wie die Google-Websuche und die Google-Buchsuche Teile eines umfassenden Plagiat-Checks und mit ein wichtiger Schritt neben der professionellen Digitalisierung, der OCR-Umwandlung und der sauberen OCR-Fehlerkorrektur.

Trend zur Textdateien-Cluster-Analyse

Ich verwende derzeit folgende Geräte und Systeme:

  1. Buchscanner Zeta für die Digitalisierung
  2. OmniPage Ultimate 19 und ABBYY FineReader 12 für die OCR-Umwandlung (manuell wie maschinell)
  3. Turnitin und ev. PlagScan für die Websuche und/oder den Abgleich mit bereits plagiatssoftwaregeprüften Dokumenten; gegebenenfalls auch Zusatzprüfungen mit Urkund und iThenticate
  4. WCopyfind 4.1.4 für den Abgleich von zwei Dokumenten untereinander und für stilometrische Textenanalysen
  5. Das VroniPlag Wiki-Tool für die farbliche Visualisierung von Text-Übereinstimmungen sowie
  6. PlagDeep, eine auf SIM_Text basierende Entwicklung für den Abgleich mehrerer Dokumente untereinander (Inter-Textdateien-Cluster; derzeit von einem Computerwissenschaftler in Entwicklung). Dieses neue Feld der „intrinsic plagiarism analysis“ erweist sich meines Erachtens als besonders zukunftsträchtig. Als erweiterte Funktion bietet mir PlagDeep gegenwärtig die Möglichkeit einer Hierarchisierung von Funden aus unterschiedlichen Dokumenten.

Plagiatsprüfung und Google-Intelligenz: Meine Vision

Ich arbeite im Bereich der Entwicklung derzeit mit einem Bonner Computerwissenschaftler und einem Experten für Text Mining zusammen. Bei dem Dresdner Unternehmen für intelligente Dokumentenverwaltung und Kommunikationslösungen CMS bedanke ich mich für die Programmierung von PlagDeep.

Ich halte die Entwicklung einer umfassenden intelligenten Plagiatssoftware für ein enorm spannendes Feld. Meine Visionen dazu habe ich hier veröffentlicht.

Im Gegensatz zu – in meinen früheren Schriften geäußerten – kulturpessimistischen Annahmen gehe ich heute davon aus, dass der Beitrag der Plagiatssoftware zur Qualitätssicherung ein immer bedeutenderer werden wird. Eine Dissertation ist mit 40 oder 50 Büchern und Aufsätzen nicht mehr manuell verlässlich abzugleichen. Dafür braucht es intelligente automatisierte Text-Lösungen. Spätestens bei der Interpretation der einzelnen Fragmente braucht es aber auch weiterhin den Plagiatsgutachter.

Voraussetzung allen Fortschritts ist jedoch die Öffnung der Google-Buchsuche für die automatisierte Plagiatsprüfung.

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2 Gedanken zu „Eigene Software „PlagDeep“ testen

  1. Pingback: Plagiatssoftware im Test: Nett aber (fast) nutzlos

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