Der „Plagiatsjäger“

Dr. Stefan WeberDr. Stefan Weber

Foto: Anne Kaiser

Doz. Dr. Stefan Weber hat sich 2005 an der Universität Wien in Medien- und Kommunikationswissenschaft habilitiert (Privatdozent an der Universität Wien) und hält dort regelmäßig Bachelor-Seminare ab.

Doktorat 1996 an der Universität Salzburg mit einer Doktorarbeit zu konstruktivistischen Medientheorien, Diplom 1994 an der Universität Salzburg mit einer Diplomarbeit über die „Kronen Zeitung“.

Studium bei den international bekannten Medienwissenschaftlern Peter A. Bruck und Siegfried Zielinski (1989 bis 1996). Forschungsprojekte u.a. mit Manfred Faßler und dem Informatik-Doyen Hermann Maurer (2000 bis 2007).

Stefan Weber ist Autor der Sachbücher »Das Google-Copy-Paste-Syndrom« (Heise, 2. Auflage, 2008) und »Die Medialisierungsfalle« (Edition Va Bene, 2008). Mit der Publikation »Das Google-Copy-Paste-Syndrom« hat er 2006 das erste deutschsprachige Buch über Plagiate publiziert. Seit 2010 bloggt er zu Plagiarismus. Erst ein Jahr später wurde das Thema durch Guttenberg auch der breiten Öffentlichkeit bekannt.

Weber arbeitete unter der Leitung des Informatikers Hermann Maurer, TU Graz, an einer Google-kritischen Studie mit, die mit ihren Warnungen vor Netzplagiarismus eine internationale Debatte auslöste. Seit 2015 leitet Weber die Content Creation-Abteilung in einem der Unternehmen seines Doktorvaters Peter A. Bruck und beschäftigt sich u.a. mit semi-automatisierten Verfahren der Content-Qualitätssicherung.

Bereits seit 2002 beschäftigt sich Stefan Weber wissenschaftlich mit dem Thema Plagiatsprüfung. Über 800 Arbeiten – vorwiegend akademische Qualifikationsschriften – hat er seitdem im Fremdauftrag einem Plagiat-Check unterworfen. Mehr als 100 Arbeiten stellten sich als Plagiate heraus. In zwölf Fällen wurden in der Folge rechtskräftig akademische Grade aberkannt.

Stefan Webers Bücher auf amazon.de (Auswahl)

Stefan Weber in der Wikipedia

Stefan Weber auf Academia.edu

Wissenschaftliche Publikationen von Stefan Weber zu den Themen Plagiat und Wandel der Textkultur

»Wo kommen die Sätze her? Plagiatsforschung – Eine Herausforderung für die Wissenschaft«. Buchmanuskript, 2016/17, in Arbeit.

»Das akademische Textplagiat in Österreich: Zwischen Rechtsprechung und Lehrbuch-Vorgaben einerseits und gelebter wissenschaftlicher Praxis andererseits«, in: Rommel, Thomas (Hg.): Plagiate – Gefahr für die Wissenschaft? Eine internationale Bestandsaufnahme, Berlin: Lit, 2011, S. 31-39.

»Enthüllungsplattformen im Netz am Beispiel der ‚Plag-Wikis‘: Neues Medium der Qualitätssicherung oder virtueller Pranger?«, in: Communicatio Socialis, Heft 2/2011, S. 179-185.

»Gruscheln, Taggen, Diggen, Twittern. Was aus der neuen Publikationspraxis im Web (2.0) für Web Literacy und Web-Quellenkritik resultiert«, in: Medienimpulse – Beiträge zur Medienpädagogik, Heft 66, Januar 2009, S. 18-23.

»Die Ethik wissenschaftlicher Textproduktion im Zeitalter des Internets. Wie Google und Wikipedia zunehmend die Recherche in der Bibliothek ersetzen«, in: Communicatio Socialis, Heft 1/2008, S. 14-35.

»Das Google-Copy-Paste-Syndrom. Wie Netzplagiate Ausbildung und Wissen gefährden«. Hannover: Heise, Reihe Telepolis, 2007, 166 Seiten (2., aktualisierte und erweiterte Auflage 2008, 192 Seiten).

(Ko-Autor, Mitarbeit, Empirie): »Report on dangers and opportunities posed by large search engines, particularly Google«. Projektbericht, Wien: Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT), 2007, 187 Seiten.

»Der Einsatz und die Seriosität von Internet-Quellen in kommunikationswissenschaftlichen Abschlussarbeiten: Ein Beitrag zur Qualitätssicherung in einem Massenfach«. Unveröffentlichter Projektbericht, Wien: Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT), 2007, 105 Seiten.

»Schon mal was von Text Jockeys und Powerpoint Karaoke gehört? Jugendmedienkulturen – Kulturtechniken – Wissenskultur: Skizze einer Revolution in den Köpfen und Apparaten«, in: Medienimpulse – Beiträge zur Medienpädagogik, Heft 60, Juni 2007, S. 3-11.

»Die Beliebigkeit von Quellen und Zitaten. Verweist die Berichterstattung über Natascha Kampusch auf ein zunehmendes Problem im Journalismus?«, in: Medienimpulse – Beiträge zur Medienpädagogik, Heft 58, Dezember 2006, S. 59-64.

»’Dr. plag. geht um‘ oder: Wie man drei Mal in drei Jahren Opfer von Plagiatoren werden kann«, in: Information Wissenschaft & Praxis, Heft 2/2006, Schwerpunkt Plagiate, S. 103-108. (Reviewed)

»Das Textplagiat in den Kulturwissenschaften: Varianten, mutmaßliche empirische Trends, theoretische Verwirrungen. Ein Problemaufriss«, in: Information Wissenschaft & Praxis, Heft 2/2006, Schwerpunkt Plagiate, S. 103-108. (Reviewed)

(Wenn nicht anders angegeben, Alleinautorschaft Stefan Weber)