Zur Person

Dr. Stefan Weber

Foto: Anne Kaiser

Doz. Dr. Stefan Weber hat sich 2005 an der Universität Wien in Medien- und Kommunikationswissenschaft habilitiert und ist Autor der Sachbücher »Das Google-Copy-Paste-Syndrom« (Heise, 2. Auflage, 2008) und »Die Medialisierungsfalle« (Edition Va Bene, 2008).

Er ist Lehrbeauftragter für Medientheorie an der Universität für angewandte Kunst Wien. Im Jahr 2007 arbeitete er unter der Leitung von Prof. Hermann Maurer, TU Graz, an einer Google-kritischen Studie mit, die mit ihren Warnungen vor Netzplagiarismus eine internationale Debatte auslöste.

Bereits seit 2002 beschäftigt sich Stefan Weber wissenschaftlich mit dem Thema Plagiatsprüfung. Über 500 Arbeiten – vorwiegend akademische Qualifikationsschriften – hat er seitdem im Fremdauftrag einem Plagiat-Check unterworfen. Mehr als 90 Arbeiten stellten sich als Plagiate heraus. In elf Fällen wurden in der Folge rechtskräftig akademische Grade aberkannt.

Stefan Weber, geboren 1970 in Salzburg, lebt mit seiner Lebensgefährtin und seinen beiden Kindern in Salzburg und Dresden. Neben Methoden der Plagiatsprüfung und netzbasierter Wissenskultur gilt sein Forschungsinteresse der Entwicklung einer non-dualistischen Medientheorie auf Basis eines neuen Notationsvorschlags (‘Ausführungszeichen’ /…/ zusätzlich zu den Anführungszeichen “…”).

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Stefan Weber in der Wikipedia

Wissenschaftliche Publikationen von Stefan Weber zu den Themen Plagiat und Wandel der Textkultur

»Wo kommen die Sätze her? Plagiatsforschung – Eine Herausforderung für die Wissenschaft«. Buchmanuskript, 2014/15, in Arbeit.

»Das akademische Textplagiat in Österreich: Zwischen Rechtsprechung und Lehrbuch-Vorgaben einerseits und gelebter wissenschaftlicher Praxis andererseits«, in: Rommel, Thomas (Hg.): Plagiate – Gefahr für die Wissenschaft? Eine internationale Bestandsaufnahme, Berlin: Lit, 2011, S. 31-39.

»Enthüllungsplattformen im Netz am Beispiel der ‘Plag-Wikis': Neues Medium der Qualitätssicherung oder virtueller Pranger?«, in: Communicatio Socialis, Heft 2/2011, S. 179-185.

»Gruscheln, Taggen, Diggen, Twittern. Was aus der neuen Publikationspraxis im Web (2.0) für Web Literacy und Web-Quellenkritik resultiert«, in: Medienimpulse – Beiträge zur Medienpädagogik, Heft 66, Januar 2009, S. 18-23.

»Die Ethik wissenschaftlicher Textproduktion im Zeitalter des Internets. Wie Google und Wikipedia zunehmend die Recherche in der Bibliothek ersetzen«, in: Communicatio Socialis, Heft 1/2008, S. 14-35.

»Das Google-Copy-Paste-Syndrom. Wie Netzplagiate Ausbildung und Wissen gefährden«. Hannover: Heise, Reihe Telepolis, 2007, 166 Seiten (2., aktualisierte und erweiterte Auflage 2008, 192 Seiten).

(Ko-Autor, Mitarbeit, Empirie): »Report on dangers and opportunities posed by large search engines, particularly Google«. Projektbericht, Wien: Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT), 2007, 187 Seiten.

»Der Einsatz und die Seriosität von Internet-Quellen in kommunikationswissenschaftlichen Abschlussarbeiten: Ein Beitrag zur Qualitätssicherung in einem Massenfach«. Unveröffentlichter Projektbericht, Wien: Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT), 2007, 105 Seiten.

»Schon mal was von Text Jockeys und Powerpoint Karaoke gehört? Jugendmedienkulturen – Kulturtechniken – Wissenskultur: Skizze einer Revolution in den Köpfen und Apparaten«, in: Medienimpulse – Beiträge zur Medienpädagogik, Heft 60, Juni 2007, S. 3-11.

»Die Beliebigkeit von Quellen und Zitaten. Verweist die Berichterstattung über Natascha Kampusch auf ein zunehmendes Problem im Journalismus?«, in: Medienimpulse – Beiträge zur Medienpädagogik, Heft 58, Dezember 2006, S. 59-64.

»’Dr. plag. geht um’ oder: Wie man drei Mal in drei Jahren Opfer von Plagiatoren werden kann«, in: Information Wissenschaft & Praxis, Heft 2/2006, Schwerpunkt Plagiate, S. 103-108. (Reviewed)

»Das Textplagiat in den Kulturwissenschaften: Varianten, mutmaßliche empirische Trends, theoretische Verwirrungen. Ein Problemaufriss«, in: Information Wissenschaft & Praxis, Heft 2/2006, Schwerpunkt Plagiate, S. 103-108. (Reviewed)

(Wenn nicht anders angegeben, Alleinautorschaft Stefan Weber)