Schlagwort-Archiv: Transparenz

Online-Petition unterschreiben: Google soll Buchsuche (nicht nur) für Plagiatsdetektion öffnen

Unter dem Titel “Wir fordern von Google Volltexte zum Gratis-Downloaden! Schluss mit dem Bücher-Monopol!” habe ich heute eine Online-Petition gestartet. Ich hoffe sehr, dass viele diese unterschreiben werden, die das Anliegen mit mir teilen. Ich bitte deshalb zunächst alle Blog-Leserinnen und -Leser um eine effiziente Streuung in den sozialen Medien (in denen ich, ich gestehe es, immer noch ein bisschen nachlässig bin). […]

Nächste Revolution nach Plagiatswikis: Deep-Web-Plagiatssuchmaschine kommt

“‘Wir wenden zurzeit ein Verfahren an, das alle Dissertationen einer Hochschule miteinander vergleicht’, sagt Plagiatsexpertin Debora Weber-Wulff, Professorin für Informatik an der Hochschule für Technik und Wissenschaft Berlin. 4000 Charité-Promotionen hat das Netzwerk laut Weber-Wulff auf seinen Rechnern gespeichert, die nun erst digital, dann händisch abgeglichen werden sollen. […]

Von Münster nach Berlin: Das Mediziner-Doubletten-Syndrom erfasst nun auch die Charité

Es war ja fast zu erwarten: Der “Flächenbrand” zu Münster kann auch anderswo entfacht werden. Nun widmet sich VroniPlag Wiki also der Charité. VroniPlag startete die Aufarbeitung mit einer komplett aus einer zwei Jahre älteren Doktorarbeit plagiierten Dissertation. Die absurde Übereinstimmung zeigt sich schon bei den Titeln in der DNB-Datenbank:

“Onkologische Langzeitergebnisse, Inkontinenz und Spätkomplikationen nach transperitonealer laparoskopischer radikaler Prostatektomie ohne Nerverhalt: Follow up von 700 Patienten, operiert in den Jahren 1999-2005 an der Klinik für Urologie der Charité Mitte” von Anita Lisowski (2010)

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“Onkologische Langzeitergebnisse, Inkontinenz und Spätkomplikationen nach transperitonealer laparoskopischer radikaler Prostatektomie: Follow up von 1000 Patienten, operiert in den Jahren 1999 – 2004 an der Klinik für Urologie der Charité Mitte” von Ramin Mansour (2008)

Das ist natürlich erneut große Wissenschaftssatire – und gleichzeitig ist es ungemein verstörend, dass solche Dinge auch (gerade?) im sensiblen Bereich der medizinischen Forschung und des Umgangs mit Patientenakten erfolgen. […]

Der Fall Friedman/Grün: Wer schrieb von wem ab, oder gab es eine gemeinsame Festplatte?

Ihr werter Plagiatsgutachter hat seine Dokumentation knapp eine Woche lang schön brav zurückgehalten. Denn der Fall ‘gehörte’ und ‘gehört’ meinem wertgeschätzten Kollegen Martin Heidingsfelder, der mich vor genau sieben Tagen von seinen ersten Funden informiert hat. Nun hat Heidingsfelder allerdings selbst gestern auf Twitter eine ominöse Nachricht hinterlassen, und “Erbloggtes”, der irgendwie immer alles auch schon zu wissen scheint, lieferte heute morgen den Weiterdreh. […]

Was haben die deutschen Universitäten eigentlich aus den Plagiatsfällen gelernt? Offenbar nichts!

Ihrem werten Plagiatsgutachter erscheint seine Sache immer wieder wie ein Kampf gegen die Windmühlen. So auch heute, nach einer meines Erachtens verstörenden Mail des für die Selbstkontrolle der Wissenschaft zuständigen Professors der Universität München. Es ist nicht das erste Mal, dass ich auf eine hoffentlich einigermaßen präzise Recherche und den Versuch einer Interpretation einfach keine klare Antwort bekomme, dass Dinge irgendwie entschieden (das heißt in neun von zehn Fällen: abgeschmettert) werden, ohne diese Entscheidungen zu begründen. […]

Die TU Dresden und das (oder ihr?) Plagiatsproblem

“Plagiatsvorwürfe sind bei uns sehr selten”, sagt der ehemalige Rektor und heutige Ombudsmann für die saubere Wissenschaft an der TU Dresden in einem lesenswerten Artikel in der Sachsen-Ausgabe der heutigen “Zeit”. Und der ehemalige Dekan ergänzt, es habe überhaupt nur einen einzigen Fall gegeben, nämlich den “Fall” Wöller. […]