Mit ‘Fälschung’ getaggte Artikel

Ein falscher Professor an der Uni Hamburg und ein falscher Doktortitel für die PR-Chefin der Deutschen Bahn

Freitag, 11. Oktober 2013

Und an dieser Stelle noch der Hinweis auf einen Kriminalfall, der hier, hier und hier nachzulesen ist (genauer: eine Groteske). Wenn das Drehbuchautoren nicht inspirieren wird!

Auch in dieser Causa wurde ich bislang um Stillschweigen gebeten, aber nun ist sie publiziert worden. Klar ist für mich: Frau “Dr.” Antje Lüssenhop hat erst Farbe bekannt, nachdem ich begonnen hatte, bei ihr nachzuforschen. Das war vor zwei Wochen. Sie wusste also mit Sicherheit schon vorher, dass etwas mit ihrem Doktortitel nicht stimmt. So naiv ist niemand, zumal es einen Präzedenzfall gab, der nach demselben Muster ablief. Das wäre dann keine Bagatelle mehr, sondern nichts Geringeres als eine Straftat nach § 132a StGB.

Frau Lüssenhop hat länger als zehn Jahre ihren Doktortitel getragen und sich damit berufliche Vorteile verschafft. Ich fordere sie hiermit öffentlich auf, ihre “Dissertation” zumindest jetzt zu publizieren.

Seminar zu Fälschung, Betrug und Plagiat

Freitag, 21. Januar 2011

Es sind schon merkwürdige Zeiten. Weiterhin große Funkstille oder sogar aktives Leugnen von glasklaren Plagiatsfällen an einigen, insbesondere österreichischen Universitäten, und weiterhin keine Bereitschaft zur Weiterrecherche bei begründeten Verdachtsfällen wissenschaftlichen Fehlverhaltens bei der österreichischen Agentur für wissenschaftliche Integrität.
Dagegen gibt es fast wöchentlich neue Meldungen über mutmaßliche naturwissenschaftliche Fälschungen im größeren Stil, oder man liest etwas dubiose Interviews mit sich outenden Ghostwritern, die angeblich schon mehreren zu einem akademischen Grad verholfen haben. Würde Ihr Gutachter nicht “seine” Fälle rein anhand von Textvergleichen eindeutig beweisen können, könnte man glatt glauben, wissenschaftliches Fehlverhalten und Plagiarismus seien nichts weiter als massenmediale Konstruktionen, wenn nicht Erfindungen.
Währenddessen hat Ihr Gutachter erneut eine Expertise zu einer Dissertation fertig gestellt, die einigen Sprengstoff enthält. Und im Sommersemester, am 10. und 11. März 2011, gibt es an der Universität für angewandte Kunst Wien auch ein Seminar Ihres Plagiatsdetektors zu Fälschung, Betrug und Plagiat in Wissenschaft und Kunst.