Hier der Link zum PDF mit den bis heute gefundenen Übereinstimmungen im Fall Haferkamp. In den nächsten Wochen wird wohl oder übel noch vieles dazukommen: Das Kapitel 3.2.1 (“Selbstdarstellungstheorien”), Buchfassung S. 79 ff., etwa ist aus dem Buch “Theorien der Sozialpsychologie” abgeschrieben (Hg. Frey/Irle 2002, schon wieder Bern: Verlag Huber – der wird sich aber langsam freuen!). Diese neuen Übereinstimmungen finden sich allerdings noch nicht komplett in der Liste von heute, da der Nachweis bislang erst indirekt über Zitate in Anführungszeichen aus dem Buch erfolgte, die mittlerweile in anderen Texten im Netz zu finden sind – das Buch ist aber schon unterwegs.
Auch von Herkner wurde noch mehr abgeschrieben: Das Kapitel 3.1.1 bei Haferkamp (“Das Selbst des Menschen”, Buchfassung S. 70 ff.) stammt zum weit überwiegenden Teil ebenfalls aus der Feder von Herkner. Schwer zu fassen – auch diese drei Seiten umfassende Übernahme wird noch dokumentiert werden.
Es vervollständigt sich das Bild, dass eines der beiden Theoriekapitel der Dissertation (“Theoretischer Hintergrund II”) zu weit überwiegenden Teilen aus plagiatorischen Übernahmen besteht – und das andere zumindest partiell aus Plagiaten, wobei hier die Frage nach der Autorschaft des “Rests” noch offen ist. Denn dort finden sich unter anderem die Übernahmen aus der Wikipedia sowie aus einem kommunikationswissenschaftlichen Beitrag zu einem Sammelband.
Nun macht Ihr werter Plagiatsgutachter erst mal Urlaub. Den braucht er nach so viel Textunkultur…
“Vielmehr wird man den Verdacht nicht los, daß der Kopie Kritik per definitionem fremd ist, der Kopierer also erst einmal seinen Verstand vollständig ausschalten muß, bevor er sich an die Arbeit macht.”
Quelle: “Goldene Zeiten” von Benjamin Lahusen, S. 416, mein in diesem Zusammenhang immer wieder passendes Lieblingszitat.

