Archiv für Juli 2011

Dissertation an der TU Berlin: Erneut schmerzliche Enthüllungen auf VroniPlag

Sonntag, 31. Juli 2011


Anything goes: Quellenangabe “Super Illu” auf S. 45 der Dissertation

Eigentlich ist es fast schon egal, ob der Promovierte Bürgermeister ist oder nicht, FDP-ler ist oder nicht, als Fachmann auf seinem Gebiet gilt oder nicht, Webseiten zum einschlägigen Thema betreibt bzw. betrieben hat oder nicht: Die neuen Enthüllungen auf VroniPlag über eine 2009 an der TU Berlin angenommene Dissertation sind auch ohne das den massenmedialen Nachrichtenfaktoren entsprechende Beiwerk wieder schwer zu verdauen: Neben den bekannten Spielarten des Textplagiarismus stellt sich hier die (zwar in den VroniPlag-Fällen auch nicht neue, aber doch selten so klar hervorgetretene) Frage nach der Quellenseriosität – unabhängig von korrekter Zitation oder Plagiat. Wenn die Betreuer die Fließtexte schon nicht auf Originalität überprüfen, so müsste es ihnen doch zumindest auffallen, wenn seitenweise Fußnoten auf Presseaussendungen verweisen (in einem Fall gar auf “Super Illu”, siehe Sreenshot), aus denen offenbar ganz ungeprüft Fakten übernommen werden – wie gesagt, unabhängig von der Frage des zusätzlichen Abschreibens. Spätestens hier muss doch der Riecher anschlagen, das wissenschaftliche Hinterfragen einsetzen, und dann hätte man wohl auch sofort die Plagiate entdeckt. Geschieht das nicht, haben die Begutachter entweder die Arbeit nie gelesen, oder sie sind wissenschaftliche Fehlbesetzungen. Beides ist skandalös. Eigentlich müsste man von nun an eher die Namen der Gutachter und nicht die der Plagiatoren öffentlich hervorheben.
Die Übernahme von “Fakten” aus mehr oder weniger beliebigen Quellen führt dann in dieser Dissertation zu abenteuerlichen Konstruktionen, etwa der Umwandlung von direkter Rede in vermeintlich Fakten referierenden Fließtext. Und genaues Abschreiben ist auch nicht gerade einfach, wie die bislang gesichteten Gegenüberstellungen des VroniPlag-Teams zeigen…
Die Funde erinnern mich frappierend an meine Studie “Der Einsatz und die Seriosität von Internet-Quellen in kommunikationswissenschaftlichen Abschlussarbeiten. Ein Beitrag zur Qualitätssicherung in einem Massenfach” aus dem Jahr 2007, die schnell in der Schublade des ministeriellen Auftraggebers verschwand. Damals fand ich in einer Stichprobe von 125 Diplomarbeiten folgende nichtwissenschaftliche Webquellen “zitiert” (zum Teil natürlich falsch, wenn nicht plagiatorisch), aus denen allesamt Fakten 1:1 übernommen wurden:

“• www.glossar.de/glossar/z_www.htm
• www.ciao.de/Der_traumende_Delphin_Bambaren_Sergio__Test_3071518
• www.uteclement.de/d/produkte-interkulturelll.html [Fehler im Original]
• www.momo-lyrik.de/weisheiten/konfuzius.htm
• www.italientipps.de/spezialitaeten/default.asp
• myblog.de/taoistisch/1
• www.farbenundleben.de/farbwirkung/farbwirkung_allgemein.htm
• www.tv-trainer.de
• www.50plus.at/gesund/lebenser.htm
• www.hagia.de/de/index.php?page=matriarchat
• www.evang.at/kirche/ueber/index.htm
• www.planet-bohnen.de
• www.farbe.com
• www.psychonomics.de
• www.billa.at
• www.spielcasinos.at
• www.amazon.com
• www.bachler-team.at
• www.wikinger.de
• www.reisegeschichte.de
• www.competence-site.com
• kikania.de
• www.a-b.de
• www.all-in-one-spirit.de
• www.trickfilmwelt.de/tomjerry.htm
• www.crisisnavigator.de
• www.milchstrasse.de”
(Aus meiner unveröffentlichten Studie, S. 22 f.)

Neben Textplagiarismus bedroht also mittlerweile auch eine Quellen-Entgrenzung die Wissenschaft. Das ist eigentlich schon wieder eine neue Schublade und eine neue Dimension dessen, was hier von VroniPlag zu Tage gefördert wird. Plagiatsprävention und (Web-)Quellenkritik müssten beide prominent in der wissenschaftlichen Grundlagenausbildung platziert werden. Aber da wiederhole ich fast schon die Studie, und das haben auch schon andere Wissenschaftler gefordert, siehe etwa hier oder hier. Was ist seitdem passiert? Wie man an später eingereichten Dissertationen wie dieser sieht: Wenig bis nichts.

Über wissenschaftliche Standards “nicht aufgeklärt worden”

Montag, 25. Juli 2011


Quelle: Schriftenverzeichnis Siegfried Haller, S. 2

Er hat es tatsächlich gesagt. Siegfried Haller sei “nicht aufgeklärt worden, was wissenschaftliche Standards sind”. Indirekt will er damit wohl der Universität Mitschuld an seinem wissenschaftlichen Fehlverhalten geben. Bringschuld oder Holschuld – das ist hier fast einerlei. Was mich mehr bewegt, ist das Faktum, dass es sich nicht nur um einen ‘reinen’ Amtsleiter handelt (dem könnte man das vielleicht noch abkaufen), sondern um einen – siehe Schriftenverzeichnis mit mehr als 100 Publikationen – “Dipl.-Soziologe[n] und Sozialpsychologe[n]“. Da verschlägt es mir schon die Sprache. Dieser weiß nicht, was ein korrektes Zitat ist? Wie soll das gehen? Und was bedeutet das wiederum für ’seine Zunft’?

Mainzer Herzchirurgin unter Plagiatsverdacht

Samstag, 23. Juli 2011

Nach einer Führungskraft im öffentlichen Dienst (siehe Leipziger Amtsleiter) nun also auch noch die Medizin: Eine Mainzer Herzchirurgin steht massiv unter Plagiatsverdacht, siehe hier und hier. Unter anderem soll sie aus der Habilitationsschrift ihres eigenen Doktorvaters großflächig unzitiert abgeschrieben haben, der das “durchgehen” ließ (oder wieder mal: nie gelesen hat). Die heutige Oberärztin hat auch eine Funktion im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie. Ihr Doktorvater (und Klinikdirektor) lobte sie erst jüngst in einer Presseaussendung für ihre Verdienste um die “grundlagenwissenschaftliche Forschung”. Es ist ein Wahnsinn. Der Fall wurde diesmal auf PlagiPedi ins Rollen gebracht und wird derzeit auf VroniPlag diskutiert, wo man auch erschreckend eindeutige Vergleichsscreenshots ansehen kann. Dass Leute, die offensichtlich keine Skrupel hatten, zu plagiieren, tagtäglich Menschen operieren und somit über Leben und Tod entscheiden, gibt dem ganzen Skandal noch einmal eine neue Dimension.

Leipziger Amtsleiter unter Plagiatsverdacht

Samstag, 23. Juli 2011


Aus der Dissertation. Der Hinweis auf das Plagiat wurde hier in der Fußnote selbst gegeben. Keine optische Hervorhebung der übernommenen Passagen im Fließtext. Der Skandal ist hier auch: Jeder Betreuer müsste sofort sehen, dass es so eine Zitierweise nicht gibt. Die Nicht-Kennzeichnung wörtlich übernommener Stellen ist ein non licet.

Er gilt als “‘Mehrkämpfer in Sachen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe’ in Deutschland”. Nun könnte ihm ein Kampf an einem ganz anderen Schauplatz, nämlich um seinen Doktortitel bevorstehen: VroniPlag befindet sich gerade mitten in der Plagiatsdetektion beim neuen Fall. Auf 29 Seiten wurden bislang (Samstag, 23. Juli 2011, 9:00 Uhr) Plagiatsstellen gefunden, die Rekonstruktionsarbeit hat aber gerade erst begonnen. Auffällig: 23 Seiten enthalten schon jetzt mehr als 75 Prozent Plagiatstext. Die Dissertation zum Download findet sich hier. Was erschwerend hinzukommt: Der Mann ist Sozialpsychologe, hat rund 100 Publikationen verfasst und ist zentral mit bildungspolitischen Fragen beschäftigt. Au Backe!

Althusmann will “Gegengutachten” nicht veröffentlichen

Donnerstag, 21. Juli 2011

Während “Kultusminister Dr. Bernd Althusmann” etwa Kindertageseinrichtungen, Schülerlabors und die überbetriebliche Berufsausbildung in Niedersachsen öffentlich lobt, ist er in puncto Öffentlichkeit bei seiner eigenen Dissertation doch deutlich zurückhaltender. Eine offenbar “mindestens 15 Seiten lange Stellungnahme” und auch (besonders interessant!) “ein wissenschaftliches Gegengutachten von anderen Hochschulprofessoren” will er nicht veröffentlichen, schreibt das “Hamburger Abendblatt”. Nun gut, diese Geheimniskrämerei bei umfassenden Gegendarstellungen hat schon Chatzimarkakis wenig genützt. Aber warum will Althusmann, wie alle Politiker stets unterwegs in Sachen Positiv-PR, die gute Nachricht von dem nicht-plagiatorischen (und wohl auch dem nicht den Zitierregeln widersprechenden) Charakter seiner Dissertation nicht veröffentlichen? Es wird doch auch sonst jede Positiv-Story zu einer Pressemitteilung verpackt.
Damit ich nicht missverstanden werde: “Gegengutachten” sind in der Wissenschaft genau so wichtig wie Gutachten, Wissenschaft lebt von Kritik. Allerdings müssen sie, wenn die eine Seite die Faktenlage schonungslos offenlegt und publiziert, auch von der anderen Seite veröffentlicht werden. Sonst entsteht ein Ungleichgewicht. Wozu hat Althusmann eilig seine eigene Webseite eingerichtet, auf der die Dokumente nun nicht veröffentlicht werden? Ein Kultusminister kann sich so etwas nicht leisten, das ist peinlich und auch demokratiepolitisch untragbar. Damit ist die letzte Glaubwürdigkeit noch vor einem hoffentlich stattfindenden Verfahren wegen Verdachts des wissenschaftlichen Fehlverhaltens dahin. Althusmann muss zurücktreten, oder Abschreiben muss zur offiziellen Kulturtechnik Niedersachsens erklärt werden.

Der Wikinepp in Uni-Bibliotheken geht munter weiter

Dienstag, 19. Juli 2011

Die taz widmet sich einem neuen/alten Thema, auf das unter anderem auch in diesem Blog erstmals hingewiesen wurde: den dubiosen Verlagspraxen von VDM. Geschäftsidee des Verlegers ist es, möglichst viele Books-on-Demand anzubieten, wobei in einigen VDM-Subverlagen ausnahmslos Wikipedia-Artikel auf mitunter beliebig anmutende und unredigierte Weise kompiliert werden – und das für teures Geld. Als Herausgeber fungieren fiktive Autoren. Mir steht es nicht zu, die Sache rechtlich zu beurteilen, wiewohl mich wundert, dass Wikipedia und Amazon das so dulden.
Was mich allerdings erstaunt, sind zwei Dinge:
1) VDM publiziert auch Dissertationen. Man darf hoffen/erwarten, dass einige von ihnen plagiatsfrei sind ;-) . Warum dulden es die redlichen VDM-Autoren, dass “ihr” Verlag mit zahllosen dubiosen bis sinnlosen Buchtiteln Geld machen will? Wo bleibt da der Protest der ehrlichen Promovierten gegen eine solche Verwässerung?
2) Wie ist es möglich, dass immer noch Bibliothekare auf Titeln von Alphascript, Betascript und Fastbook (so die Subverlage) hereinfallen? Im November 2010, als ich die Geschichte hier im Blog aufbrachte, zählte ich im Karlsruher Virtuellen Katalog ca. 360 Titel der genannten VDM-Subverlage. Heute zähle ich 530. Wie sollen Studierende aus diesen Werken “zitieren”? Auch das macht die Wissenskultur kaputt: Man stelle sich ein Wikipedia-Buch in einer Literaturliste vor, wobei unreflektiert der fiktive Autorenname übernommen wurde.
Und das alles, obwohl jeder, der wirklich unbedingt ein Buch aus Wikipedia-Artikeln haben möchte (sowieso eine bescheuerte Idee), dies auch mit dem Buchgenerator auf Wikipedia erledigen kann… Die Welt möchte betrogen werden, offenbar nicht nur zahlreiche Dissertationsbetreuer, sondern auch gar nicht wenige Bibliothekare.

Diskussion über den Nondualismus Josef Mitterers

Sonntag, 17. Juli 2011

Einmal ein Thema abseits des Plagiarismus, obwohl es auch mit Anführungszeichen zu tun hat: Ich habe ein Discussion Board zur Nicht-dualisierenden Philosophie von Josef Mitterer eingerichtet – zu einem Thema, das mich schon seit meiner Diplomarbeit beschäftigt und zuletzt in der Wissenschaft zunehmend kontrovers diskutiert wird.
Mein Initialstatement findet sich hier. Ich habe keine Ahnung, ob es irgend jemanden unter den an wissenschaftlicher Redlichkeit Interessierten gibt, den auch sprachphilosophische Grundlagenprobleme beschäftigen. Wenn ja: Ich freue mich über jeden Diskussionsbeitrag!

Forderung nach flächendeckender rückwirkender Überprüfung von Dissertationen

Freitag, 15. Juli 2011

Ich finde, es ist an der Zeit, eine Forderung auszusprechen: Die Universitäten und Fachhochschulen Deutschlands sollten verpflichtet werden bzw. idealerweise sich verpflichten, alle Dissertationen zumindest der vergangenen fünf Jahre (etwa: 2006 bis 2010) auf Plagiat im Stile Guttenbergs & Co., aber auch auf sinnlose bzw. falsche Zitation im Stile Althusmanns (mit der Folge des “Subtilplagiarismus”) zu überprüfen. Und dieser Prozess sollte im Netz transparent dokumentiert werden, mit der Hilfe Freiwilliger und des Know-hows, das sich in den Wikis angesammelt hat (gesperrte Arbeiten ausgenommen). Wenn die Universitäten das nicht tun, werden das in den nächsten Monaten die Netzkollektive autonom erledigen, und irgendwann wird der Schaden für die Universitäten so groß werden, dass die Sache aus den Fugen geraten könnte. Schon jetzt scheint der deutsche Doktorgrad zu einem Karnevalstitel zu verkommen.
Immerhin hat ein GuttenPlag- und VroniPlag-Aktivist der ersten Stunde (und Programmierer) unlängst angekündigt, demnächst tausende Dissertationen digital überprüfen zu wollen. Auch im Gefolge von GuttenPlag könnte 2012 eine groß angelegte Plattform zur automatisierten Dissertationskontrolle entstehen.
In Österreich hatte ich 2006 an der Universität Klagenfurt eine wissenschaftliche Assistentin (Magistergrad) und zwei Doktorinnen entlarvt: Nach drei Plagiatsfällen und Aberkennungen entschied man dort, alle Arbeiten fünf Jahre rückwirkend zu überprüfen. Nun könnten einmal jene deutschen Universitäten mit dieser Maßnahme beginnen, die bislang von Aberkennungen betroffen waren: von Konstanz bis Bonn. Tun sie das nicht, besteht der Verdacht, dass sie noch (viel) mehr zu verbergen haben, und die PlagWikis werden das wohl bald enthüllen. Bei rund 125.000 Dissertationen im besagten Zeitraum rechne ich übrigens mit ca. 1.250 Aberkennungen.
Nachtrag: Vielleicht ist diese Forderung aber auch gar nicht mehr an die Universitäten zu richten, weil sich der Prozess der Dissertationsbegutachtung ohnedies ins Netz verlagern wird, derzeit also Wissenschaftsgeschichte geschrieben wird.

Fall Althusmann: Akribischer Einblick in den Abgrund der Textunkultur

Mittwoch, 06. Juli 2011

Bei diesem Dokument wird einem schwindlig. Aber nicht, weil es nachweist, dass ganz offensichtlich, etwa absatz- oder seitenweise, kopiert wurde – wie in den bisherigen Fällen. Sondern gerade, weil es zeigt, dass auch dann abgeschrieben und gnadenlos zusammengestoppelt wird, wenn etwa auf Literatur mit “vgl.” indirekt verwiesen wird. Es geht hier um dasselbe (Verstoß gegen die Zitierpflichten), und doch um etwas anderes: um ein grundsätzliches, beabsichtigtes oder unbeabsichtigtes Missverstehen des wissenschaftlichen Verweises mit “vgl.” (neben weiteren Tricks von Althusmann). Dass Graphiken mit minimalen Änderungen so übernommen werden, ist schon mehr als grenzwertig. Wenn aber etwa, wie auf S. 94 im Dokument nachgewiesen, 30 identische Wörter aus zwei neu montierten Halbsätzen abgeschrieben und mit “vgl.” belegt werden, dann ist die Grenze überschritten.
Bei dem Dokument und der Zusammenfassung handelt es sich um die meines Wissens bislang genaueste Rekonstruktion der Einarbeitung von zitierter Literatur in eine Doktorarbeit überhaupt. Die Rekonstruktion erlaubt einen ersten Einblick in einen mutmaßlich neuen Abgrund, in den “Subtilplagiarismus”, wenn man so will. Solche Vergleiche sind enorm zeitaufwändig, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Ich würde daher gerne den “Stephan”, der das Dokument laut PDF-Menüpunkt “Eigenschaften” offenbar verfasst hat, kennen lernen. Er wäre wohl mein idealer beruflicher Partner für die nächsten harten Brocken!

Ein Trauerspiel: Kultusminister Althusmann unter Plagiatsverdacht

Mittwoch, 06. Juli 2011

Es geht heute munter weiter. Diesmal war’s nicht VroniPlag, sondern hat’s ein Redakteur der “Zeit” exklusiv berichtet.
Habe ich es nicht gesagt? In jeder Kommission, die für Qualitätsstandards im Bildungswesen zuständig ist, sitzt mindestens ein Plagiator (und wenn nicht Textdieb, dann andersartiger Titelbetrüger). Wir brauchen nun – neben dem Purzeln zahlreicher Doktorgrade – wirklich so etwas wie eine Revolution in der Wissenschaft. So geht es nicht mehr weiter.
Nachtrag: Ich habe mittlerweile die Vorwürfe genau studiert und bin mehr als empört. Wir hatten in Österreich einen plagiierenden Wissenschaftsminister, dessen Doktorarbeit “mit Wissenschaft nur als abschreckendes Beispiel” zu tun hat (so ein Philosoph), und nun haben wir in Deutschland einen plagiierenden Präsidenten der Kultusministerkonferenz. Der Fisch stinkt vom Kopf her, hier wie dort – Wahnsinn! Wir können nun entweder den Wissenschaftsladen zusperren und uns um andere Dinge kümmern, oder aber das System von Grund auf verändern. Diese Revolution wird aber nicht von DFG, Hochschulrektorenkonferenz oder der Politik kommen (dass ich nicht lache!). Sie muss von unten kommen, von der Basis des intelligenten und wissenschaftlich korrekt arbeitenden wissenschaftlichen Nachwuchses. Und sie wird hoffentlich über das Web organisiert sein.